What’s in my bag!? Fotorucksack für unter 40€!

Sind diese Art von Posts noch angesagt, oder bin ich schon sowas von 2015 and out? Ich habe mich schon immer gefragt, was die Faszination dahinter ist, fremden Leuten beim Präsentieren ihres Handtascheninhaltes zuzuschauen. Habt ihr so ein Video schon mal gesehen? Wenn ja, ist euch aufgefallen, dass diese Taschen immer total aufgeräumt sind und ein Sauberkeitslevel haben, dass Christiaan Barnard da drin am offenen Herzen operieren könnte? Während ich die Handtasche meiner besseren Hälfte vor meinem geistigen Auge passieren lasse, verwerfe ich den Gedanken, dass derartige Videos irgendetwas mit der Realität zu tun haben könnten und wende mich wieder meinem Fotorucksack zu.

Den (also DEN) zu finden, sollte eine Lebensaufgabe werden, aber diese Geschichte wird an anderer Stelle erzählt. Wer schon mal nach einem Fotorucksack gesucht hat, wird wissen, was ich meine: Genug Platz für die Ausrüstung sollte er haben. Aber wer schleppt schon im Alltag einen zweiten Kamerabody durch die Gegend? Bequem zu tragen soll er sein, schließlich dauert selbst eine kleine City-Tour gerne fünf Stunden und Hersteller von Fotorucksäcken können zwar mitunter super Einteilungen bauen, aber die Erfahrung von Herstellern von Trekking-Rucksäcken haben sie nun mal nicht, was sich allzugerne im völligen Fehlen von Tragesystemen bemerkbar macht. Und warum muss ich meine Regenjacke ständig um die Hüfte geknotet lassen und dabei aussehen als würde ich in den 90ern gerade vom Sportunterricht kommen? Na weil im Sack kein Platz für die alltäglichen Dinge ist! Was kostet das? 300€? Ja, danke. Wenn es dir aber wie mir geht und du eh noch einen Wanderrucksack zuhause rumliegen hast, dann dürfte dich die folgende Lösung interessieren. Meiner ist übrigens von 1997, hat damals 90 Mark gekostet und verfügt über ein erstklassiges Tragesystem.

Vorhang auf für die Daltons!

Nein, 300€ wollte ich für einen Rucksack nicht ausgeben und auch keine 150€. Am besten gar kein Geld. Also forschte ich ein bisschen herum und stieß bei Amazon auf die Daltons. Die Daltons habe ich spontan so getauft, weil sie aufsteigend nach Größe sortiert eine gewisse Ähnlichkeit mit den Antagonisten Lucky Lukes haben.

Die gibt’s bei Amazon in verschiedenen Größen. Ich habe das 3er-Set in den Größen S, M und L, sowie den Kamerabeutel in M. Da passt sogar die große SLT-A77II mit aufgeschnalltem Tokina 11-16 f/2.8 rein.

Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass diese Schutzbeutel meinem “Ordnungssinn” entsprechen. Ja, ich bin ein großer Verfechter des Haufenprinzips! Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen. Mit dieser Lösung kann ich meinen Krempel einfach in den Rucksack werfen und muss mir keine großen Gedanken um die Anordnung des Zubehörs in einem Kamerafach mit millimetergenau angepassten Aussparungen machen.

Die Taschen samt Inhalt. Hier noch mit der Sony SLT-A 58

Für Kleinkram, wie z.B. Fernauslöser, L-Winkel, Akkus, etc. nehme ich einfach eine ausgediente Federmappe. Filter habe ich in einer Filtertasche und so ist alles immer griffbereit. Modulares Haufenprinzip quasi.

Das Gute an dieser Lösung ist – neben des bereits erwähnten Haufenprinzips: Ich bin in der Taschenwahl flexibel. Ich kann das Equipment genauso gut in den Wanderrucksack packen, wie in einen Tagesrucksack, den ich ab und zu mal mit ins Büro nehme, oder wenn’s sein muss auch mal in die Handtasche des Hausdrachen. Dann sollte ich aber das Tele zuhause lassen. 😀 Ich brauche also keine drölf verschiedenen Fotorucksäcke, sondern nutze die, die ich aus verschiedenen Gründen eh schon habe. #

Wie schleppt ihr euren Fotokram am liebsten durch die Gegend? Habt ihr einen speziellen Kamera-Rucksack? Wenn ja, welchen?

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