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Die Chinesen kommen!!!! Oder? Das Elektroauto MG4 Luxury im Test

Die Chinesen kommen!!!! Oder? Das Elektroauto MG4 Luxury im Test

Ich habe euch ja angedroht, dass es hier zukünftig auch ein bisschen um E-Mobilität geht. Spontan hatte ich jetzt die Möglichkeit, ein Wochenende mit dem MG4 Luxury zu verbringen und den Wagen auf Herz und Nieren zu testen. An diesem Test will ich euch jetzt teilhaben lassen, denn vielleicht stellt ihr euch die gleiche Frage wie ich, was chinesische Autos angeht: Kann man das kaufen? Muss man das kaufen? Übrigens habe ich wirklich versucht, mich kurz zu fassen, aber offenbar geht das bei nem Autotest nicht. Die Idee des Tests entstand erst auf der Rückfahrt, deshalb sind die Fotos diesmal eher zweitrangig. Sollte ich das nochmal machen, plane ich das auch besser. Damit Thomas nicht nachzählen muss: Es sind 3.850 Wörter 😉

Vorab wie immer der Disclaimer: Ich habe diesen Blechhaufen von meinem eigenen Geld bezahlt und auch EnBW hat mir nichts dafür gezahlt, dass ich deren Hypercharger zeige. Leider. 🙂

Überblick

Geht es nach 20.000 Deutschen, muss man das wohl kaufen. So oft wurde der MG4 allein bis März 2024 in Deutschland verkauft, womit er der mit Abstand meistverkaufte Chinese sein dürfte. Moment mal… MG? Chinese? Das sind doch Briten?! Das war mal. Ähnlich wie z.B. die deutschen Traditionsmarken Grundig und Telefunken hat ein Hersteller die Markenrechte aus der Konkursmasse gekauft, um mit dem bekannten Namen einen Reibach zu machen. Ersteindruck meiner Frau übrigens: „Was’n das für ne Playmobilkarre?“ Und auch sonst ist sie sehr diplomatisch… 😀

Modelle und Preise

Den MG4 gibt es in vier Modellen: Standard, Comfort, Luxury und seit 07/2023 rundet die Trophy-Version das Angebot nach oben ab. Den Standard gibt es ab 34.990€ und vermutlich nur, um sagen zu können „seht her, wir sind günstig“, denn mit nur 51 kwh (netto) Akkugröße ist das Ding nur bedingt alltagstauglich, wenn es nicht als reines Pendlerauto genutzt wird.

Comfort und Luxury haben eine 60 kwh große Fahrbatterie, kosten dann aber direkt 39.990€ bzw. 41.990€. Der Unterschied zwischen beiden Versionen ist doch deutlich vorhanden, sodass ich immer den Luxury vorziehen würde: Nur dort gibt es die ganze Armada an Assistenzsystemen, elektrisch verstellbare Sitze und eine im Winter unverzichtbare Wärmepumpe, wenn ihr den Verbrauch nicht in astronomische Höhen treiben wollt. Für nur 2.000€ mehr ein Deal, der die Frage gestattet, warum zum Henker jemand den Comfort kaufen sollte.

Den Trophy gibt’s ab 45.990€, allerdings kommt der direkt mit einer 77 kwh großen Batterie, die Langstrecken – auch dank der guten Ladeleistung – zügig absolvierbar macht.

Bei den Ausstattungen geht MG den Tesla-Weg: Es ist je nach Modell immer alles drin und es gibt nur minimale Zusatzoptionen. Der Vorteil für den Hersteller liegt auf der Hand: Er kann auf Halde produzieren und muss nicht 736 verschiedene Ausstattungsvarianten vorhalten. Der Vorteil für den Kunden liegt ebenfalls auf der Hand: Niemand muss sich durch ellenlange Optionen und Aufpreislisten wühlen.

Karosserie

Vorne ein bisschen Tesla, seitlich grüßt der Renault Megane e-tech und hinten haben sie sich den Toyota Yaris Cross SEHR genau angeguckt. Beim Kopieren waren chinesische Autobauer schon immer sehr selbstbewusst. Dabei wirkt der MG4 schon gefällig und auch modern und er hat definitiv einen gewissen Wiedererkennungswert, gerade wenn er im Farbton „Fizzy Orange“ bestellt wird. Und ja, ich habe auf der Autobahn tatsächlich einen MG4 in exakt dieser Farbe gesehen.

Maße

Der MG4 ist 4,28m lang, 1,83m breit, 1,50m hoch und hat einen Radstand von 2,70m, ist also durchaus auch für die Großstadt zu gebrauchen. Damit zielt er genau auf VW mit ihrem ID.3, bzw. dem Golf, die beide ungefähr gleiche Maße haben. Beim Radstand postiert er sich genau zwischen beide VW-Modelle.

Platzangebot

Das führt dazu, dass man zwar vorne kommod Platz hat, hinter einem 1,85m großen Fahrer sitzen aber nur Kinder auf längeren Strecken bequem. Wie beim Megane halt. Nach oben habe ich mit meinen 1,85m auch nicht besonders viel Platz. Vielleicht zwei Finger breit, jetzt muss nur noch jemand Cola draufkippen. 😉

Zum Vergleich: Mein Kia Niro ist 10cm länger und hat den gleichen Radstand wie der MG4, macht aber so viel mehr aus seinem Raum – dagegen wirkt der MG4 eine ganze Klasse kleiner. Auch einem VW ID.3/Cupra Born kann er keinesfalls das Wasser reichen, am ehesten kann ich ihn mit dem Renault Megane e-tech vergleichen, der allerdings eine Handbreit kürzer ist.

Der MG4 ist halt ziemlich verbastelt, was gerade beim Heck merkbar wird. Rückwärts einparken? Ohne Rückfahrkamera und nur mit dieser Schießscharte, die sich Heckfenster schimpft: Vergiss es! Blöd: Eine Kamera gibt es nur im Luxury und im Trophy.

Ablagen und Steckdosen

Ablagen gibt es zuhauf. Die Türtaschen sind groß, es gibt eine Mittelarmlehne mit Platz für drei Getränkedosen darin und eine „Snackschublade“, die allerhand Kleinkram aufnimmt. Außerdem gibt es zwei Getränkehalter, diese sind allerdings viel zu tief platziert. Eine kleine Wasserflasche geht noch, aber versuchst du, einen Kaffeebecher zu greifen, musst du schon in den Keller gehen. Eine 1,5l-Flasche passt entweder in den großzügig dimensionierten Türausschnitt, oder stehend vor die Getränkehalter in die „Snackschublade“. Das ist ein wichtiges Argument, versuch mal, in einen Polestar 2 eine große Wasserflasche zu kriegen.

Das Smartphone wohnt in einer üppig dimensionierten Ladeschale, die allerdings immer wieder Aussetzer hatte. Unsere beiden Samsungs wurden sehr unregelmäßig geladen, was dann auch jedes Mal im Display gemeldet wurde und das Navi verdeckte. Vorne gibt es eine USB-A und eine USB-C- Buchse. Warum nicht einheitlich? Außerdem ist der klassische 12V-Anschluss vorhanden. Hinten gibt es nur eine USB-C-Buchse.

Kofferraum

Dem eben angesprochenen Megane voraus hat er ein Mindestmaß an Kofferraum-Ordnung, auch wenn Kofferräume wohl nicht unbedingt von Chinesen erfunden wurden. Hört man sich mal um, wird bei vielen Modellen quer durch die Herstellerbänke ein eher mäßiges Kofferraumvolumen kritisiert. Auch der MG4 Luxury ist dahingehend kein Platzwunder. Eine Reisetasche, eine Getränkekiste und ein Einkaufskorb passen schon rein, aber dann ist Schluss. Für mehr ist das Gepäckabteil schlicht zu niedrig.

Gut, es gäbe noch den doppelten Kofferraumboden, der das Abteil noch etwas vergrößert, aber hier ist die schlechte Nachricht: Der MG4 hat in keiner Ausstattungsvariante einen vorderen Kofferraum (Frunk), wie er bei einigen E-Autos üblich ist und worin das ganze Zubehör, wie z.B. Ladekabel oder Pannenset verschwindet. Der doppelte Boden wird also für das Ladekabel benötigt.

Nettes Detail: Das Typ2-Ladekabel kommt in einem schönen Softcase, das sogar mit einem Klettverschluss versehen ist, damit es nicht munter durch die Gegend fliegt. Ich vermute allerdings, dass den meisten nach zwei Wochen die Lust ausgeht, das Ding jedes Mal wieder in diesen Behälter zu friemeln.

Auf der Straße

Durch den Heckantrieb vermittelt der MG4 sogar einen gewissen Fahrspaß. Auf kurvigen Landstraßen im Harz ließ es sich gut um die Ecke flitzen, die Lenkung ist für mich genau genug, ich bin aber auch kein Rennfahrer. Wirklich begeistert hat mich die Handlichkeit, die engen Gassen ihren Schrecken nimmt. Die Lenkung ist leichtgängig und der Wendekreis gering, sodass Rangieren tatsächlich Spaß macht.

Fahrleistungen

Die 150 kw/204 PS boosten Auto und Inhalt in 7,9 Sekunden auf 100 km/h, die Bremsen sorgen im Notfall nach sehr ordentlichen 33,9m für einen Stillstand aus gleichem Tempo. Der Durchzug beim Überholen ist – typisch E-Auto – souverän und somit ein echter Sicherheitsgewinn. Schluss ist bei abgeregelten 160 km/h, wobei ich zumindest kurzzeitig auf 172 km/h war. Aber das ist ja bei nem E-Auto auch komplett unwichtig und den Stammtisch bedienen bei dieser Art Autos sowieso andere Werte, Grüße an die Ladekurve.

Licht und Sicht

Die LED-Scheinwerfer setzen keine Maßstäbe, sind aber gut hell. Matrix-LED sucht man allerdings vergebens, wobei das in dieser Klasse sowieso noch selten und wenn, dann heftig aufpreispflichtig ist. Die Fernlichtautomatik und der Lichtsensor funktionieren gut und nerven nicht.

Federung

Jede Kategorie hat ihren Pferdefuß, so auch diese. Die Federung schaukelt wie ein Schlauchboot in einem Herbststurm im Skagerrak und dadurch ist immer ein Hauch Unruhe im Auto. Ganz nervig wird das bei langen Bodenwellen auf der Autobahn. Dennoch ist die Straße der große Pluspunkt des MG4, das macht richtig Spaß hier und deshalb:

Nervfaktor

Noch so ein zweischneidiges Schwert. Nein, eigentlich ein recht stumpfes Schwert, denn der Nervfaktor in diesem Auto ist beträchtlich. Was meine ich mit dieser Kategorie? Naja, jedes Auto hat gewisse Kleinigkeiten, die einen zur Weißglut bringen können. Mein Niro z.B. bimmelt und piept bei jeder Gelegenheit, was mich wahnsinnig macht.

Sitze

Der größte Nervfaktor sind die Sitze. Die sind grundsätzlich mal elektrisch verstellbar, die Lehne kann allerdings nur in einem Stück verstellt werden und ist am oberen Rücken viel zu weit vom Körper entfernt. Die Kopfstützen sind nicht wirklich einstellbar. Außerdem hat irgendein Schlaumeier es für eine herausragende Idee gehalten, eine Art Mini-Mittelkonsole einzubauen, auf der sich der Schaltknauf und das Smartphone-Bett befinden. Nur schließt die Konsole genau auf Höhe des Knies ab, was dazu führt, dass mein Knie ständig an die harte Ecke der Konsole stößt. Wenn du in drei Tagen 1.000 km fährst, tut das irgendwann weh.

Klimatisierung

Es gibt keine (!) Möglichkeit, die Klimaanlage so zu justieren, dass nicht irgendein Körperteil langsam schleichende Erfrierungen erleidet. Theoretisch ist eine Klimaautomatik verbaut. Praktisch kennt das Ding genau zwei Betriebszustände: Eiskalte Luft und Sonnensturm. Die Schwelle habe ich bei ca. 23°C ausgemacht. Darunter zieht es in der Karre wie Hechtsuppe und darüber solltest du dir nicht gerade ein Eis gekauft haben, das würde in Sekundenschnelle schmilzen.

Dazu kommt, dass du keine Chance hast, den Luftstrom von dir weg zu leiten. Egal in welcher der drei Einstellungen (Luft auf Scheibe, Füße, Oberkörper) ich die Klimaanlage eingestellt habe, der Körper hat immer (kalte) Luft abgekriegt. Irgendjemand hat es für clever gehalten, die seitlichen Luftaustritte für die Einstellung „Scheibe“ in die A-Säule zu integrieren. Das bedeutet, dass die Luft von oben nach unten, und somit auf deine Beine geleitet wird. In normalen Autos wird die Luft aus dem Armaturenbrett auf die Seitenscheibe geleitet und somit weg vom Körper. Hier mit Pfeil markiert. Wer sich sowas ausdenkt, gehört… ihr wisst schon.

Beep-Beep

Erwähnte ich nicht vorhin den Niro und seine unfassbar nervige Pieperei? MG so: „Hold my Pflaumenwein!“ Es piept ganz schrecklich schrill bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Der Spurhalteassistent meint es zu gut? PIIIEP! Irgendwas steht offen? PIIIEP! Du fährst an einer Schule vorbei? Das Navi so: „PLING!“ Also was der MG halt für ne Schule hält… Wohngebäude, Malerbetriebe… zum Glück ist das wenigstens deaktivierbar. Du fährst rückwärts und die Parksensoren melden sich? Ein furchtbares Piepgeräusch ist das! Selbst der Blinker klingt nach Plastik.

Batteriewarnung

Der MG warnt dich, wenn der Batteriestand 21% (wtf?!) SoC unterschreitet. Und nochmal, wenn er 11% unterschreitet. Das macht er, indem eine Frauenstimme einen ganzen Satz vorträgt und sich dabei anhört, wie wenn ich mit der S9 zum Essener Hauptbahnhof fahre. Der größte Witz daran: Hörst du gerade einen Podcast, geht der aus und du musst manuell wieder „Play“ drücken, damit es weiter geht. Bei Musik passiert das nicht.

Lautstärke

Der größte Pluspunkt dieser Kategorie: Es ist wirklich auffallend leise im Auto. Selbst bei 130 km/h. Bei der Geräuschdämmung hat MG ganze Arbeit geleistet und die Verarbeitung ist zumindest so okay, dass nichts knarzt und klappert. Allerdings hat diese lustige Mittelkonsole einige scharfe Kanten zu bieten und die Tasten unterhalb des Zentralbildschirms haben eine Anmutung wie ein 90er-Jahre-Ghettoblaster made in Indonesia. So furchtbar billiges Plastik habe ich sonst nur in einem Dacia Sandero gesehen.

Assistenzsysteme

Serienmäßig an Bord sind: Navigationssystem, Abstandstempomat, selbstlenkender Spurhalteassistent, Totwinkelwarner, Verkehrszeichenerkennung, Ausparkassistent, Front-Crash-Assistent und bestimmt noch vieles mehr, was ich vergessen habe. Was nicht dabei ist: Ein gottverdammter Regensensor! Bruder, das ist seit spätestens 2011 so ziemlich Standard in der Kompaktklasse und ich muss meinen Scheibenwischer im Intervall ständig manuell nachjustieren, wie in einem verfluchten ’95er Ford Fiesta?

Hektiker bei der Arbeit

Dafür haben die vorhandenen Systeme das Potential, mich zur Weißglut zu treiben. Der Abstandstempomat bremst VIEL zu hektisch. Das Ding wird gefühlt schon nen Kilometer vor dem nächsten Auto nervös und willst du ihn mit dem Gasfuß überstimmen, fängt das ganze Auto an zu stottern. Tesla-like Phantombremsungen gab’s auch ein paar, wenn auch nicht so heftig. Der Spurhalteassistent greift dir rigoros in die Lenkung, wenn du dich einer Fahrbahnmarkierung näherst, was besonders bei innerstädtischen Verkehrsinseln einen gewissen Nervenkitzel garantiert.

360°-Kamera

Die 360°-Kamera (Serie in Luxury und Trophy) habe ich mir jetzt spannender vorgestellt, aber in manchen Situationen kann sie helfen. Richtig gut finde ich aber, dass diese ins Display geschaltet wird, sobald man bei Schrittgeschwindigkeit einen Blinker setzt. Das minimiert die Gefahr, einen Radfahrer zu übersehen, doch sehr deutlich. Leider verschenkt MG hier etwas Potential, denn Tesla blendet auch bei Spurwechseln z.B. auf der Autobahn jedes Mal die Seitenkamera ein.

Verkehrszeichenerkennung

Die Verkehrszeichenerkennung ist eine Frechheit. Nicht nur, dass das Ding stumpf davon ausgeht, dass auf deutschen Landstraßen nur 80 km/h erlaubt sind, er liegt auch beim Erkennen von Ortschaften regelmäßig komplett daneben. Zusatzschilder (Uhrzeiten, Wochentage, etc.) werden konsequent gar nicht erkannt. Man muss fast von Glück reden, dass es keine Möglichkeit gibt, das Tempolimit automatisch in den Tempomat zu übernehmen und Gott sei Dank piept das Ding nicht auch noch, wenn man schneller als sein ausgewürfelter Fantasiewert fährt.

Gut funktioniert hingegen der „Ausparkassistent“, der dich warnt, wenn du rückwärts aus einer Einfahrt, bzw. Parklücke raus fährst. Soll auch vorwärts klappen, habe ich aber nicht ausprobiert.

Bedienung

Das nächste zweischneidige Schwert, ich sollte ne Schmiede gründen.

Lenkradtasten

Richtig gut gefällt mir die Bedienung am Lenkrad. Es gibt zwei Joysticks, wobei der linke die Assistenzsysteme regelt und der rechte für die Komfortfunktionen zuständig ist. Radio, Klima, sowas… Am Lenkrad kann ich mir zwei Tasten individuell belegen, standardmäßig ist auf einer Taste der Fahrmodus (unnötig) und auf der anderen eine rudimentäre Klimaregelung, sodass ich für die grundlegenden Funktionen nicht ins Touchmenü muss. Zwei frei konfigurierbare Tasten will ich bitte bei jedem Lenkrad haben!

Schnellwahltasten

Unter dem Zentraldisplay finden sich sechs Schnellwahltasten. Warum die Klimaregelung allerdings keine eigene Schnelltaste bekommen hat und für die Lautstärkeregelung gleich zwei davon draufgehen: Man weiß es nicht! Ich hätte mir auch hier eine frei belegbare Schnelltaste gewünscht. Zumal das Klima-Menü wirklich sehr gut versteckt wurde, man muss schon ein paar Mal tippen, um in diese Einstellungen zu kommen, was während der Fahrt furchtbar ablenkt. Es gibt eine Schnelltaste für’s Klima, die kann aber nur an oder aus. Wenn man aus- und gleich wieder einschaltet, landet man aber immerhin auch im Klima-Menü.

Sprachsteuerung

„Nimm doch einfach die Sprachsteuerung…“ Geht leider nicht, die ist nämlich Kernschrott. Die Trulla kann nur einfachste Befehle wie „AC on“. „Heizung auf 22 Grad“ schnallt die nicht und dann hatte ich auch schon die Lust verloren, mich damit weiter zu beschäftigen.

Touch-Bedienung

Den Infotainment-Monitor sollte man tunlichst auf volle Helligkeit stellen, gerade das Navi ist nämlich kein sonderlich ablesefreundlicher Ort. Zumal der Spaß munter im Sekundentakt von hell auf dunkel springt, wenn man die Regelung der Automatik überlässt.

Die Buttons gerade an der linken Seite sind leider sehr klein. Während der Fahrt lenkt das unfassbar ab. Auch die Schriftgrößen wurden teilweise sehr fisselig gewählt und die Menüs nicht immer logisch.

Manchmal ist es vorgekommen, dass der MG auf einige Einstellungen schlicht keinen Bock hatte, oder sie direkt wieder vergessen hat.

E-Performance

Die E-Performance behandelt den Verbrauch, die Reichweite, die Ladeleistung und die Ladeplanung.

Verbrauch

Ich bin überwiegend im Normalmodus gefahren und ca. 1/5 im Eco-Modus. Einen besonderen Unterschied habe ich weder im Verbrauch, noch in anderen Parametern feststellen können. Auf der Autobahn genehmigte sich der MG4 Luxury bei wechselhaftem Frühlingswetter um die 15°C ordentlich Strom. Bei 120-130 km/h lag der Verbrauch um die 18 bis 20 kwh/100 km, auf der Landstraße war es nicht möglich, unter 16 kwh zu kommen. Stadtverkehr konnte ich nicht ausgiebig testen, da die Energierückgewinnung aber nicht sehr stark ist, erwarte ich auch hier keine Wunderdinge. Insgesamt bin ich – auch in Hinsicht auf das eher flache Profil und das, für ein E-Auto, geringe Gesamtgewicht von nur 1.675 kg – vom Verbrauch enttäuscht. Ein VW ID.3 wiegt fast 200 kg mehr und erzielt deutlich bessere Verbrauchswerte und auch mein eher hoch bauender Kia Niro kann das sehr viel besser.

Reichweite

Somit ergibt sich mit den 60 kwh im Akku eine realistische Sommer-Reichweite von ca. 300-350 km. Im Winter dürften 250-275 km wohl eher der Wahrheit entsprechen. Im typischen Zyklus zwischen 80% und 10% reden wir also von ca. 220 km pro Etappe im Sommer, bzw. 180 km im Winter. Wer jetzt anmerkt, dass sein Diesel ja 1.000 km am Stück fahren kann und diese Reichweite lächerlich findet: Dein Diesel kann 1.000 km am Stück fahren, Dieter. Du jedoch nicht. Und wer viel Langstrecke fährt, weiß das meist vorher und der Aufpreis zum Trophy mit dem großen Akku beträgt ja nur moderate 4.000€.

Ladeleistung

Hey, wenn du Kettenraucher bist, ist das DAS Auto für dich! Warum? Ich habe ja schon einige Ladekurven gesehen, aber der MG4 hat die mit Abstand lustigste. Bei niedrigem Ladestand an eine entsprechend potente Säule angesteckt, legt er direkt los wie die Feuerwehr und zieht aus dem Stand fast 140 kw, was besser ist, als es viele andere, auch etablierte Hersteller hinkriegen. Diese Leistung wird bis 55% SoC ohne Abstriche gehalten, nur um dann steil wie ein Skispringer von der Schanze in den Abgrund zu rauschen und bei ca. 70 kw zu verharren, bis nach sehr guten 26 Minuten von 10 auf 80% SoC geladen wurde.

Diese Werte sollten auch im Winter reproduzierbar sein, denn der MG hat eine manuell einschaltbare Akkuheizung.

Was heißt das jetzt? Es hat sich für mich bewährt, bis 55% SoC zu laden, also die maximale Ladegeschwindigkeit auszunutzen und dann weiterzufahren. Dann musst du halt alle 80-90 Minuten raus. Wobei das auch meine Strecken beim Test hergegeben haben, auf einer einzelnen 600 km-Etappe kann ich mir das schon nervig vorstellen. Allerdings sind die Pausen dann ungefähr 10 Minuten lang und man steht nicht ne Dreiviertelstunde irgendwo in der Pampa.

Ladeplanung

Kurz und schmerzvoll: Gibbet nich! Du musst deine Route also selbst planen und dafür rate ich dir, dein Smartphone griffbereit zu haben und das möglichst schon beim vorherigen Ladestop zu erledigen. Versuchst du das über das onboard-Navi, lernst du drei Probleme kennen:

Erstens ist für den Filter alles ab 50 kw schon „superschnell“, was natürlich bei einem Auto, das 140kw laden kann, absoluter Schwachsinn ist. Zweitens führt ein zu eifriges Filtern und Suchen dazu, dass das System verrückt spielt und keine einzige Ladestation mehr angezeigt wird. Und drittens interpretiert das Auto den Begriff „Route“ sehr ausbaufähig. So sollte ich für die „nächste“ Ladestation 25 Minuten Umweg in Kauf nehmen, obwohl die nächste passende Station nur zwei Minuten von der Autobahn entfernt war. Kurz gesagt: Kannste völlig vergessen! Dieses Bild habe ich an einem fetten Ladepark aufgenommen. Muss man nicht kennen…

Sind wir mal ehrlich: Ich kann mir meine Ladestationen selbst aus der Lade-App suchen und dorthin navigieren. Viele andere Leute können und wollen das nicht und dieser von MG angebotene, unausgereifte Schrott trägt nicht unbedingt dazu bei, dass Max Mustermann seine Vorbehalte gegenüber der E-Mobilität abbauen kann.

Kosten

Ein MG4 Luxury kostet – wie schon erwähnt – 41.990€. Das ist also kein Tippfehler. Auch hier drängt sich der Vergleich auf: Der VW ID.3 und der Renault Megane e-tech sind – in vergleichbarer Ausstattung – ein paar hundert Euro… günstiger! Es darf gestaunt werden.

Garantiert gut?

Es gehört allerdings auch dazu, dass MG eine Garantie von 7 Jahren, bzw. 150.000 km bietet. Bei Renault und VW ist da nach zwei Jahren Sense.

Was diese Garantie bringt, steht dann wieder auf einem anderen Blatt. Dies aus zweierlei Gründen: Als leidgeprüfter Kia/Hyundai-Fahrer weiß ich, dass eine 7-Jahres-Garantie zwar auf dem Papier und im Werbeprospekt ganz toll aussieht, in den Werkstätten dann aber alles mögliche versucht wird, diese Garantie nicht leisten zu müssen. Da ist schon mal ein angeblicher „Unfall“ schuld daran, dass während der Fahrt eine ganze Assistenzeinheit (Frontradar, Tempomat, etc…) für immer ihren Dienst quittiert, nur damit man den Kunden wieder weg schicken kann.

Servicewüste Gobi?

Weiterhin ist halt die spannende Frage, WER dir denn im Zweifelsfall dieses Garantieversprechen einlöst. Im gesamten Ruhrgebiet – immerhin das größte Ballungsgebiet Deutschlands – gibt es genau sechs MG-Servicepartner. In ganz Deutschland gibt es immerhin über 100 Servicepartner, aber wohnst du auf’m Land, z.B. zwischen Braunschweig und Kassel, in Meck-Pomm oder in Schleswig-Holstein, gurkst du sehr weit. Dazu kommt ein gewisser Respekt, den ich vor der Langlebigkeit chinesischer Automarken habe. Aiways war ja ein Paradebeispiel dafür. Der Hersteller ist pleite und da kann sich jetzt jeder selbst ausmalen, wie die (ehemaligen?) Servicepartner denn motiviert sind, Reparaturen auf Garantie durchzuführen.

A propos Service: Der MG4 möchte 1x jährlich zum Boxenstopp, spätestens alle 24.000 km und diesen Intervall muss man peinlich genau einhalten, sonst kannst du dir deine Garantie an den Hut nageln. Grüße von Kia und jetzt wisst ihr auch, warum ich überhaupt zur Gelegenheit kam, den MG4 fahren zu dürfen.

Kein Schnapper

Summa summarum ist mir der MG4 Luxury preislich aber viel zu dicht an den Europäern. Würde das Ding 10.000€ günstiger sein als ein vergleichbares Modell aus europäischer Feder, könnte ich über viele der Bedenken, die ihr gleich im Fazit lesen werdet, hinweg sehen. So ist der MG4 einfach viel zu teuer. Die lange Garantie spricht für ihn, die jährliche Wartung nicht unbedingt, deshalb nur:

Fazit

Um die Eingangsfrage direkt wieder aufzugreifen und auch wenn es hart klingt: Es gibt keinen Grund, dieses Auto zu kaufen. Der MG4 ist einfach zu teuer für das, was er kann. Er kann viel, er nervt mich viel, wobei das natürlich krass subjektiv ist, aber er kann vieles eben auch nicht. Eine Ladeplanung z.B. Der MG4 ist einfach okay und wer einen VW ID.3 zu langweilig findet, findet im MG4 zumindest eine Alternative, auch wenn dieser gerade beim Komfort und beim Platzangebot (noch) nicht auf europäischem Niveau mitspielen kann und die Assistenzsysteme verprügelt gehören. Auch der Verbrauch enttäuscht unterm Strich. Positiv überrascht haben mich die Ladeleistung, das Geräuschniveau und der durchaus vorhandene Fahrspaß.

Aber jetzt mal realtalk: Niemand kann seriös beantworten, wie es mit der Langzeit-Qualität dieser Autos bestellt ist. Opel, Ford, BMW, etc. gibt es seit 100 Jahren. Die wissen im Zweifelsfall, wie man Autos baut. Dass eine gute „Driving Experience“ und eine funktionierende Software nicht automatisch ein gutes Auto bedeuten, musste Tesla bereits erfahren: Deren Model 3 ist das Auto mit der höchsten Mängelquote beim TÜV in der Klasse der 2-3 jährigen Autos. Hinter Dacia!

China? Hmm…

Dazu kommen eben die Fragezeichen bezüglich des Durchhaltevermögens des Herstellers und – das mag ich vielleicht exklusiv haben – auch bezüglich der Herkunft des Herstellers. Machen wir uns nichts vor, moderne Autos sind überall und nirgendwo vernetzt, was auch dazu führt, dass ein Hersteller ein modernes Auto von heute auf morgen stilllegen könnte und gerade bei einem Regime, wie es in China an der Macht ist und vor dem Hintergrund langjähriger Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China (hallo Huawei) bin ich da verdammt vorsichtig.

Für wen das alles keine Red Flags sind, der bekommt ein wirklich okayes Auto, dem noch etwas Reife fehlt, das sich aber nicht verstecken braucht, wenn es irgendwo zu einem guten Preis angeboten wird.

Gesamtwertung

Insgesamt erreicht der MG4 Luxury 33 von 70 Punkten, also einen Schnitt von:

So, ich hoffe, dir hat der kleine Exkurs gefallen. Hast du Fragen zur E-Mobilität, oder fährst du selbst ein E-Auto, freut sich die Kommentarspalte über deinen Input. 🙂

3 Kommentare

Hahaaaaa! Was für eine Steilvorlage zum Klugscheißen 😇 (Das Lob kommt am Schluss)

MG – das ist ja wohl nicht wahr. Diese eigentliche Kultmarke, Roadster englischer Bauart, zwar immer hart an der unteren Grenze der machbaren Technik, aber trotzdem very british und very snobby – dieser feuchte Traum eines jeden Halbstarken in den 70ern…… das wird jetzt von den Chinesen verwurstet? Ich meine mich zu erinnern, dass schon der Borgward in China auferstehen sollte – und kläglich scheiterte. Und jetzt also MG. Und die erdreisten sich auch noch, das Original-Logo auf die Front zu pappen. Ich bin schockiert. Was soll das? Glauben die im Ernst, dass irgendwer dieses Auto kauft, weil MG draufsteht? Hey, ich fahr nen MG! Ich würde sofort auf die Knie fallen, und wenn ich das Auto dann sehen würde, stante pede drüberkotzen. Haha. Das Auto sieht auch richtig scheiße aus. Dieses langweilige „ich zeichne jetzt eine Karosse mit vielen wilden Zacken und noch wilderen zackigen Scheinwerfern und die wildesten zackigsten Rücklichter…“ bäähhh.

Ok, soviel zum MG, das musste raus, sorry.

Hat ja sonst mit dem Auto nix zu tun. Sieht scheiße aus, ich sagte es, eben chinesisch oder langweilig oder peinlich oder oder. Was es bietet (oder auch nicht), das hast du super beschrieben, hey Ben, Autos kannst du auch testen, das ist richtig gut geworden, informativ, unterhaltsam, sehr aufmerksam (Konsole am Knie, herrlich!). Unter dem Strich: Kompliment! Bitte mehr davon. E-Autos interessieren mich. Mein nächstes wird definitiv eins. Und was die Entscheidung angeht: ich hab keine Ahnung. Ein MG 🤭 sicher nicht. Da bin ich altmodisch.

Moin Andreas,

haha, sehr schön. Ich kann deine Gefühle so nachvollziehen! Ja, MG war mal cool… Was hab ich als benannter Halbstarker von so nem Roadster in British Racing Green geträumt… aus de Maus! Ja, Borgward war auch so ne Totgeburt mit Ansage. Was wurden da Luftschlösser gebaut… Werke in Deutschland, Weltruhm, blabla.

Und natürlich danke für’s Kompliment. Mein Auto wird dann demnächst mal durchleuchtet, das sieht auch nicht ganz so pseudocool aus. 🙂

Kann mich der Kritik von Andreas nur anschließen. Als jemand, der bis vor kurzem noch selber einen MG in seinem Besitz hatte schießen mir bei dem grässlichen Design dieser Fischkiste Tränen in die Augen. Optisch eine Katastrophe, den Rest werde ich glücklicherweise nie beurteilen können.

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